Beitragsbild: Aufhören zu trinken

Wie aufhören zu trinken? Vermeide diese 10 Fehler!

Glaube daran, dass du etwas kannst und du hast es schon halb geschafft.   - Theodore Roosevelt

 

Aufhören zu trinken / Fehler Nr. 1

1. Falsche Zielsetzung

"Weg vom Alkohol" lautet das erklärte Ziel der meisten, die gerne weniger oder ganz aufhören möchten, Alkohol zu trinken.

Der Vorsatz ist großartig.

Lass dich davon bloß nicht abbringen!!!

Weg vom Alkohol .... nur wohin???

Schließlich willst du nicht den Rest deines Lebens auf der Flucht vor Alkohol verbringen.

Fehler Nr. 1 ist, das Wunsch-Ziel nicht klar vor Augen zu haben.

Oder gar nicht zu kennen.

Du musst wissen, WARUM du mit dem Trinken aufhören willst. Du brauchst ein WARUM, einen gewichtigen Grund.

DEINEN Grund.

Etwas, das dir wichtig ist.

Etwas wofür es sich lohnt, seine Komfortzone für eine Weile zu verlassen und die notwendigen Veränderungen vorzunehmen.

Vermeide Fehler Nr. 1 und starte nicht in die Nüchternheit, ohne dein WARUM genau zu kennen.

Aufhören zu trinken / Fehler Nr. 2

2. Nicht konsequent sein

Wenn du dich entschieden hast aufzuhören zu trinken, dann stehe zu deiner Entscheidung!

Sei konsequent.

Hilf dir selbst und mache nicht nur dich, sondern dein Leben alkoholfrei.

Schaffe sämtlichen Alkohol aus der Wohnung.

Packe Bierkrüge, Schnapsgläser, Sektkelche, Champagner-Schale in eine Kiste und schaffe sie in den Keller.

Hast du Bilder an der Wand auf denen man alkoholischen Getränken oder Flaschen sieht?

Hänge sie ab!

Entferne alles, was dich an Alkohol erinnert, aus deinem unmittelbaren Lebensumfeld.

Verstärke die Kontakte zu deinen nicht-trinkenden Freunden.

Wenn du auf Anlässe gehst, wo getrunken wird, überlege dir VORHER was du sagst, warum du nicht trinkst.

Achte beim wöchentlichen Einkauf im Supermarkt bewusst darauf, das Alkoholregal zu meiden und andere Wege zu nehmen.

Vermeide Fehler Nr. 2 und gehe nicht halbherzig an dein bewundernswertes Vorhaben, von Alkohol Abstand zu nehmen, heran.

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Aufhören zu trinken / Fehler Nr. 3

3. Festhalten an der Idee des Verzichts

Ein weiterer Fehler, der häufig begangen wird, ist das eiserne Festhalten an der Vorstellung auf etwas verzichten zu müssen.

Eigentlich begeht man keinen Fehler, sondern ist lediglich Opfer eines Irrtums.

Man lebt mit dem irrtümlichen Glauben, dass Alkohol zum Leben dazu gehört und man Spaß, Entspannung, Genuss, Geselligkeit oder Heiterkeit nur mit Hilfe der legalen Droge Alkohol bekommen kann.

Zugegeben, der Trugschluss ist nicht ganz einfach zu durchschauen.

Schon gar nicht, wenn man in einer Alkoholgesellschaft aufgewachsen ist.

Wie behebt man diesen Fehler am effektivsten?

Indem man die Idee des Verzichts hinterfragt und sich ehrlich mit der Frage beschäftigt, warum man eigentlich regelmäßig Alkohol trinkt.

Vielleicht helfen dir dabei meine Story mit Alkohol und meine Erkenntnisse. Mehr dazu findest du in der Rubrik "Über".

Vermeide Fehler Nr. 3 und gehe nicht dem Märchen einer Alkoholgesellschaft auf den Leim, die sich kollektiv vorgaukelt, im Alkohol wäre echtes Wohlbefinden und tiefe Erfüllung zu finden.

Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt.

Aufhören zu trinken / Fehler Nr. 4

4. Es allein mit Willenskraft schaffen wollen

Viele denken es sei Willenskraft, warum manche es schaffen „einfach so“ mit dem Trinken aufzuhören.

Besonders starke Willenskraft.

Auch das ist ein weitverbreiteter Irrtum.

Diejenigen, die augenscheinlich „nur“ mit Willenskraft von Alkohol wegkommen, machen ein paar Dinge unbewusst richtig.

Was machen sie richtig?

Sie verändern sich selbst.

Bei genauerem Hinsehen verändern Menschen, die es schaffen mit dem Trinken aufzuhören, immer 3 Dinge. Nämlich:

1.) Denkmustern, Ansichten und Überzeugungen
2.) Das eigene Selbstbild
3.) Gewohnheiten

Die Veränderungen an sich selbst sind gleichzeitig die Garantie dafür, dass man langfristig mit dem Trinken aufhören kann und nicht wieder rückfällig wird.

Vermeide Fehler Nr. 4 und setze nicht auf Willenskraft sondern auf die notwendigen Veränderung.

Aufhören zu trinken / Fehler Nr. 5

5. Am eigenen Erfolg zweifeln

Glaube an den Erfolg. Vertraue, dass es klappt.

Wenn Zweifel aufkommen, greife in die Trickkiste.

Warum?

Aufhören zu trinken beginnt im Kopf.

Unsere Handlungen folgen immer unseren Gedanken.

Ebenso wie kleine Küken der Mutterhenne.

Es nicht noch nie ein Mensch Weltmeister geworden, ohne zuvor daran gedacht zu haben, Weltmeister zu werden.

Wenn du dir vornimmst, aufzuhören zu trinken, aber insgeheim am Erfolg zweifelst, wird es nicht funktionieren.

In dem Fall, brauchst du einen anderen Vorsatz, der keine inneren Widerstände hervorruft.

Statt dir zu sagen: "Ich höre auf zu trinken" (und daran zu zweifeln) versuche es mit einer der folgenden Varianten:

•  Ich bin bereit alles loszulassen, was mir nicht gut tut.
•  Ich bin offen für ein neues Leben mit neuen Gewohnheiten.
•  Ich erreiche mein Ziel, auch wenn ich heute noch nicht weiß wie.

Fühlst du den Unterschied?

Vermeide Fehler Nr. 5 und gib Zweifeln keine Landeerlaubnis in deinem Kopf.

DU. SCHAFFST. DAS. PUNKT.

Aufhören zu trinken / Fehler Nr. 6

6. Härte statt Verständnis walten lassen

Kann man nicht mehr ohne weiteres vom Alkohol ablassen, neigt man häufig dazu, den Fehler bei sich selbst zu suchen.

Man verurteilt und kritisiert sich selbst. Schimpft sich innerlich einen Versager. Willensschwach.

Mit Härte gegen sich selbst erreicht man vor allem eins:

Mehr Selbstablehnung.
Mehr Frustration.
Mehr Drang nach Alkohol.

Was man jedoch braucht, ist Verständnis für sich selbst.

Denn man ist nicht ohne Grund suchtanfällig und für die Ursachen kann man nichts.

Ehrliche und verständnisvolle Selbstreflexion ist notwendig, um langfristig von Alkohol loszukommen.

Stell dir vor, dein bester Freund wäre in deiner Situation. Würdest du so mit ihm reden, wie du mit dir selbst redest?

Würdest du ihm sagen, dass es keine Rolle spielt, ob er seine Gesundheit ruiniert? Dass er sowieso niemandem wichtig ist? Dass sein Leben doch eh sch***egal ist?

Vermeide Fehler 9 und nimm eine verständnisvolle und liebevolle Haltung dir gegenüber ein, statt Härte.

Du hast es verdient.   🙂

Aufhören zu trinken / Fehler Nr. 7

7. Unvorbereitet in Trinksituationen gehen

Es gibt ganz bestimmte Situationen, in denen man besonders anfällig ist für Alkohol.

Jeder der regelmäßig Alkohol trinkt, hat seine ganz persönlichen Trinksituationen.

Das sind Situationen, in denen es so normal geworden ist Alkohol zu trinken, wie der morgendliche Gang auf Toilette.

Je nach Typ und Gemüt sind es

•   Stress-Situationen
•   Feierabende
•   Abendliches Abschalten
•   Wochenende in der Kneipe
•   Ausgehen mit Trinkfreunden
•   Familienfeste
•   Langweilige Tage und ungenutzte Freizeit
•   Geschäftliche Empfänge
•   Gefühle der Ausweglosigkeit bei Problemen, Einsamkeit oder Frustration

Mit diesen Trinksituation will man sich beschäftigen.

Genau wie bei Suchtdruck bzw. Trinkgelüsten braucht man Strategien, damit man diese Trinksituationen zukünftig problemlos meistert.

Vermeide Fehler Nr. 7 und mache dir darüber Gedanken BEVOR du die finale Entscheidung fällst.

Aufhören zu trinken / Fehler Nr. 8

8. Keinen Notfall-Plan haben

Ein Notfall-Plan enthält verschiedene Soforthilfe-Maßnahmen, die dir dabei helfen, stark zu bleiben.

Es ist möglich, dass dich nach deinem Ausstieg der Drang nach Alkohol überkommt.

Suchtdruck nennen es die unfreiwilligen Experten.

Allerdings hängt es davon ab, wie weit der Alkoholmissbrauch fortgeschritten ist und wie gut man vorbereitet ist.

In welchem Stadium du dich befindest, kannst du anhand des Alkoholtests der WHO herausfinden.

Den Alkoholproblem-Selbsttest kannst du direkt hier machen. Jetzt testen ➡

Besteht "nur" eine psychische Abhängigkeit und man hat die notwendigen Veränderungsmaßnahmen bereits im Vorfeld unternommen, dann stehen die Chancen gut, dass man mit Drang nach Alkohol überhaupt keine oder nur wenig Probleme hat.

Trotzdem solltest du vorbereitet sein, falls es passiert.

So erwischt es dich nicht kalt und du weißt genau, was du im Notfall tun kannst.

Lade dir die 5 Soforthilfe-Maßnahmen runter, dann hast du Methoden an der Hand.

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Aufhören zu trinken / Fehler Nr. 9

9. Hals über Kopf aufhören

Je besser man vorbereitet ist, umso höher sind die Erfolgschancen.

Würdest du einen Achttausender besteigen, ohne dir vorher eine Route zu überlegen, einen Verpflegungsplan zu machen und über deine Ausrüstung nachzudenken?

Vermutlich würdest du noch nicht einmal eine 1-tägige Wandertour angehen, ohne den Ausflug ein bisschen zu planen.

Damit dein Vorhaben „Aufhören zu trinken“ gelingt, tust du dir selbst einen riesigen Gefallen, wenn du dir im Vorfeld ein paar Gedanken machst und dich vorbereitest.

Idealerweise ...

... hast du vor dem Ausstieg aus der Alkoholfalle folgende Punkte für dich geklärt:

  •  Du hast deine Wohnung alkoholfrei gemacht
  •  Du weisst, wie du zukünftig Trinksituationen meisterst
  •  Du kennst eine Reihe von Soforthilfe-Maßnahmen
  •  Du hast Strategien, wie du Alkohol gekonnt ablehnst
  •  Du hast dich mit den Ursachen für Suchtanfälligkeit beschäftigt
  •  Du hast die notwendigen Veränderungen an dir vorgenommen.

Vermeide Fehler Nr. 9 und mache dir im Vorfeld ein paar Gedanken.

Wenn du dir nicht selbst darüber den Kopf zerbrechen willst, mache einen Selbsthilfe-Kurs. Es kostet nicht die Welt.

Aufhören zu trinken / Fehler Nr. 10

10. Jede Form von Hilfe ablehnen

Ein weiterer Fehler ist, darauf zu beharren allein vom Alkohol wegzukommen  und  jede Form von Hilfe abzulehnen.

Ein ehemaliger Alkoholabhängiger schreibt:

Ein ehemaliger Alkoholabhängiger schreibt:

Weg vom Alkohol"Ich habe über Jahrzehnte meiner eigenen Wahrnehmung vertraut.

Erst als ich begriffen habe, dass mich diese eigene Wahrnehmung nur im Kreis drehen läßt, weil ich immer selber zu wissen glaubte, was mir gut tut, konnte ich nüchtern werden.

Ich wußte damals nicht, wie ich nüchtern werden und bleiben kann."

(Quelle: www.alkoholiker-forum.de)

Die Glühbirne ist erfunden. Man braucht nicht wie Thomas Edison 10.000 Versuche zu unternehmen, um sie neu zu erfinden.

Es gibt sie.

Die erprobten Wege aus dem Alkohol.

Kaufe dir Bücher. Lade dir Tipps aus dem Internet herunter. Gehe in eine Selbsthilfegruppe. Mache einen Selbsthilfe-Kurs.

Suche nach Methoden, die dich ansprechen, und mache nach, was andere vorgemacht haben.

Das ist der schnellste und direkteste Weg an Ziel.

Vermeide Fehler Nr. 10, lerne von anderen und erspare dir selbst frustrierende Fehlversuche.

Fazit

So, du wundervoller Mensch, mit dem genialen Vorhaben "Aufhören zu trinken“.

Fassen wir noch einmal die 10 häufigsten Fehler, die du vermeiden solltest noch einmal zusammen.

1. Falsche Zielsetzung
2. Nicht konsequent sein
3. Festhalten an der Idee des Verzichts
4. Es allein mit Willenskraft schaffen wollen
5. Am eigenen Erfolg zweifeln
6. Härte statt Verständnis walten lassen
7. Unvorbereitet in Trinksituationen gehen
8. Keine Soforthilfe-Maßnahmen kennen
9. Hals über Kopf aufhören
10. Jede Form von Hilfe ablehnen

Wissen ist Macht.

Macht zum Erfolg … vorausgesetzt man wendet das Wissen auch an.

Also, werde aktiv! Es lohnt sich.

Deine Kris


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